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Was kann Mediation leisten?

Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren zur Konfliktlösung, bei dem der Mediator/Mediatorin als neutrale Person die Beteiligten darin unterstützt, die bestehenden Konflikte durch Verhandlungen einvernehmlich zu lösen. Anwendbar ist die Mediation in nahezu allen Bereichen, in denen Konflikte zu lösen sind. Die Wirtschaftsmediation kann beispielsweise sinnvoll sein bei Streitigkeiten zwischen Geschäftspartnern oder innerhalb von Familiengesellschaften. Mediation in Miet- und Wohnungseigentumsangelegenheiten, in Familiensachen, in Erbangelegenheiten, in Nachbarrechtsstreitigkeiten und Mediation an Schulen sind darüber hinaus häufige Anwendungsbereiche.

Ziel eines Mediationsverfahrens ist eine rechtlich verbindliche Regelung.

Die Parteien erhalten in dem Mediationsverfahren die Möglichkeit, die Probleme selbst zu regeln und nicht fremdbestimmt durch Richter oder Rechtsanwälte regeln zu lassen. Ob die Parteien dies wünschen oder nicht, müssen sie selbst entscheiden.

Die Gründe, die für ein Mediationsverfahren sprechen, sind vielfältig. Es mag im Einzelfall für die Betroffenen zwar zunächst einfacher scheinen, die Probleme über Rechtsanwälte dem Gericht zur Entscheidung zu überlassen. Wenn jedoch der Wunsch und die Bereitschaft besteht, den Problemen nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie mit dem anderen anzugehen und dies in der Regel durchaus kontrovers, um sie dann eigenverantwortlich nach den eigenen Regeln und Vorstellungen zu lösen, so bietet das Mediationsverfahren hierfür die optimale Grundlage. Der Weg durch das Mediationsverfahren mag nicht immer einfach und die höchstpersönliche Auseinandersetzung mit dem Gegenüber nicht immer angenehm sein. Wenn die Mediation jedoch wie in der Mehrzahl der Fälle erfolgreich ist, so wird oft am Ende zwischen den Parteien und insbesonders zwischen Ehepartnern wieder eine neue Vertrauensgrundlage entstanden sein. Dies wird zum einen persönlich befriedigend sein. Zum anderen wird dies zu Vereinbarungen führen, die auf einem sicheren und dauerhaften Fundament stehen und auch mit großer Wahrscheinlichkeit von den Partnern eingehalten werden, weil sie freiwillig und eigenverantwortlich abgeschlossen worden sind.

Weil das Mediationsverfahren den Parteien Raum gibt, sich mit den zu lösenden Fragen weit über deren rechtliche Problematik hinaus mit all ihren persönlichen, wirtschaftlichen und emotionalen Hintergründen zu befassen, wird das Ergebnis des Mediationsverfahrens viel kreativer sein als das Ergebnis eines gerichtlichen Streitverfahrens. Wenn eine gerichtliche Entscheidung oft nur ein Entweder-Oder, Sieg oder Niederlage bringen kann, so bietet eine in einem Mediationsverfahren einvernehmlich getroffene Regelung eine viel größere Zahl von Lösungsmöglichkeiten, die allen Beteiligten Vorteile bringen können. Am Ende eines Mediationsverfahrens sind oft Lösungen gefunden worden, an die vorher noch keiner der Beteiligten gedacht hat und die allen Nutzen bringen.

Die Eigenverantwortlichkeit bedeutet , dass jede Partei die eigenen Interessen deutlicher wahrnehmen, definieren und vertreten kann als wenn sie hinter einer gerichtlichen Entscheidung „Schutz sucht“. Das Mediationsverfahren bietet und schafft den Raum für solch eigenverantwortlichen Entscheidungsprozesse.

Der Mediator ist kein Schiedsrichter, er entscheidet nichts. Das Mediationsverfahren mit seinem klar strukturierten Ablauf gibt den Parteien die Möglichkeit, eine eventuell gestörte  Kommunikation wieder aufzunehmen oder eine noch bestehende Kommunikationsebene zu erweitern oder zu vertiefen. Es hilft den Parteien, über den eigenen „Tellerrand“ der aktuellen und unter Umständen sehr emotionsbeladnen Positionen hinauszusehen und den Blick auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse und diejenigen des anderen zu erweitern. Es gibt immer mehr Lösungsmöglichkeiten als es auf den ersten Anschein scheint.

Der Mediator mit seiner auch kommunikationspsychologischen Ausbildung wird helfen, Blockaden in der beiderseitigen Kommunikation und Auseinandersetzung und bei der Definition der Bedürfnisse der Parteien zu überwinden. Hat der Mediator auch eine juristische Ausbildung oder ist er als Rechtsanwalt praktisch tätig, so kann er auch die Rechtslage der bestehenden Fragen beurteilen und berücksichtigen. Eine parteiliche Beratung durch nicht am Mediationsverfahren teilnehmende externe Rechtsanwälte wird hierdurch nicht ausgeschlossen.

RA Burkhart Meichsner
Mediator (BAFM)
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