Mit Wirkung ab dem 1.9.2009 bestimmt das neue Familienverfahrensgesetz (FamFG) in § 135 Abs. 1 FamFG, dass das Gericht im Rahmen gerichtlich anhängiger Familiensachen anordnen kann, dass die Ehepartner einzeln oder gemeinsam an einem kostenfreien Informationsgespräch über Mediation oder eine sonstige Möglichkeit der außergerichtlichen Streitbeilegung bei einer von dem Gericht benannten Person oder Stelle teilnehmen und hierüber eine Bescheinigung vorlegen. 

Das Gericht soll in geeigneten Fällen den Ehegatten eine außergerichtliche Streitbeilegung vorschlagen (§ 135 Abs. 2 FamFG) Dies gilt nach dem Wortlaut des Gesetzes insbesondere in Kindschaftssachen (§ 156 Abs. 1 FamFG).

Kommt ein Beteiligter einer gerichtlichen Anordnung auf Teilnahme an einem Informationsgespräch gem. § 135 Abs. 1 FamFG nicht nach, so kann das Gericht dies bei der Kostenregelung dahingehend berücksichtigen, dass diesem Beteiligten Verfahrenskosten auferlegt werden (§ 150 Abs. 4 FamFG)

Erteilt das Gericht in Ihrem Fall eine Anordnung zur Teilnahme an einem Informationsgespräch oder beabsichtigt das Gericht, eine solche Anordnung zu erteilen, können Sie mich dem Gericht als " Person" im Sinne des § 135 Abs. 1 FamFG, die ein solches Informationsgespräch durchführen kann, vorschlagen. 

RA Burkhart Meichsner
Mediator (BAFM)
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